Terrorverdacht in Bottrop: 46-Jähriger soll für den IS gekämpft haben

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Nach der Festnahme eines 46-jährigen Mannes in Bottrop hat die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf auf Anfrage von Blaulicht-Report-Bottrop weitere Einzelheiten zu den Tatvorwürfen und den laufenden Ermittlungen mitgeteilt.
Der 46-Jährige steht unter dem dringenden Verdacht, sich von April 2016 bis Januar 2017 im Irak als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) beteiligt zu haben. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll er sich für die Vereinigung als Kämpfer betätigt und dafür Geldzahlungen vom IS erhalten haben.
Neben dem 46-Jährigen wird gegen einen 29-jährigen Beschuldigten aus Höxter ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, sich mindestens von Oktober 2015 bis Dezember 2016 im Irak mitgliedschaftlich am IS beteiligt und für die Vereinigung an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben.
Gegen beide Beschuldigten wurden bereits am 23. Juni 2026 Haftbefehle wegen des Verdachts der mitgliedschaftlichen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung im Ausland erlassen. Am 6. August 2026 wurden die Haftbefehle vollstreckt.
Der 46-Jährige wurde dabei in Bottrop festgenommen. Eine genaue Anschrift nennt die Generalstaatsanwaltschaft ausdrücklich nicht, um eine identifizierende Berichterstattung zu vermeiden.
Nach Angaben der Behörde befindet sich der Beschuldigte seit dem 6. August 2024 in Deutschland und seit Januar 2025 in Bottrop.
Im Zuge der Ermittlungen wurde zudem eine Wohnung durchsucht. Dabei stellten die Ermittler einen Tresor sowie mehrere IT-Geräte sicher. Die Datenträger werden derzeit ausgewertet.
An den Ermittlungen und der Festnahme waren die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeNTeR NRW), sowie das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen beteiligt.
Hinweise auf weitere Beschuldigte oder Kontakte in Deutschland beziehungsweise speziell in Bottrop liegen nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft derzeit nicht vor. Ebenso gibt es nach bisherigem Ermittlungsstand keine Erkenntnisse über eine konkrete Anschlagsplanung oder eine konkrete Gefahr für die Bevölkerung.
Die Ermittlungen dauern an.
©Text: Jerome Schischka | Symbolbild:Justin Brosch
