Großeinsatz1. November 2026Von Blaulicht Report Bottrop™ - Redaktion4 Min. Lesezeit

Drei Kilometer langer Ölfilm: Schiffsverkehr auf dem Rhein-Herne-Kanal eingestellt – Polizei ermittelt nach Gewässerverunreinigung

Drei Kilometer langer Ölfilm: Schiffsverkehr auf dem Rhein-Herne-Kanal eingestellt – Polizei ermittelt nach Gewässerverunreinigung

Eine Wasserprobe bestätigte den Ölverdacht. Die Polizei ermittelt zur Ursache der Verschmutzung.·©Bild: Feuerwehr Essen

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Eine großflächige Ölverschmutzung auf dem Rhein-Herne-Kanal hat am Dienstag (27.10.2026) einen rund siebenstündigen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Zwischen dem Essener Stadthafen und der Stadtgrenze zu Oberhausen breitete sich ein auffälliger Ölfilm auf einer Strecke von etwa drei Kilometern aus. Die Behörden lösten den Umweltalarmplan aus und stellten den Schiffsverkehr vorübergehend ein.


Neben der Feuerwehr Essen waren unter anderem das Technische Hilfswerk (THW), die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehren aus Oberhausen und Bottrop an den Maßnahmen beteiligt.


Passant entdeckt auffällige Schlieren auf dem Wasser


Gegen 9:54 Uhr wurde die Feuerwehr Essen durch einen Passanten auf eine mögliche Gewässerverunreinigung aufmerksam gemacht. Daraufhin rückten Einsatzkräfte zur Prosperstraße im Essener Stadtteil Dellwig aus.


Vor Ort stellten sie eine großflächige Verschmutzung der Wasseroberfläche fest. Auffällig waren insbesondere bunt schimmernde Schlieren, die auf einen ölhaltigen Stoff hindeuteten.


Um das Ausmaß der Verunreinigung genauer einschätzen zu können, wurde bereits in der Anfangsphase ein Polizeihubschrauber zur Erkundung eingesetzt.


Aus der Luft zeigte sich, dass sich die Verschmutzung über rund drei Kilometer zwischen dem Essener Stadthafen und der Stadtgrenze zu Oberhausen erstreckte.


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©Bild: Feuerwehr Essen


Eine entnommene Wasserprobe bestätigte anschließend den Verdacht, dass es sich bei dem Schadstoff um Öl handelte.


Umweltalarm ausgelöst – Schiffsverkehr eingestellt


Nachdem das Ausmaß der Verunreinigung bekannt geworden war, konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, eine weitere Ausbreitung des Schadstoffs zu verhindern.


Die Feuerwehr Essen stimmte ihre Maßnahmen eng mit dem Umweltamt der Stadt Essen ab. Im weiteren Verlauf wurde der Umweltalarmplan ausgelöst.


Um zu verhindern, dass sich der Ölfilm durch vorbeifahrende Schiffe weiter auf dem Kanal verteilt, musste der Schiffsverkehr vorübergehend vollständig eingestellt werden.


THW bringt Ölschlängel auf dem Kanal aus


Zur Eindämmung der Verschmutzung unterstützte das Technische Hilfswerk Essen die Feuerwehr mit speziellen Ölschlängeln.


Diese wurden mithilfe eines Mehrzweckbootes der Feuerwehr Essen auf dem Rhein-Herne-Kanal ausgebracht. Die schwimmenden Sperren sollten verhindern, dass sich der Schadstoff weiter auf der Wasseroberfläche verteilt.


Auch die Feuerwehr Oberhausen beteiligte sich mit einem Boot an dem Einsatz und sicherte den Bereich in Richtung der Stadtgrenze.


Gasöl als Ursache des Ölfilms festgestellt


Im weiteren Einsatzverlauf versuchten die Einsatzkräfte, die Verschmutzung mit einem speziellen Ölvlies aufzunehmen. Diese Maßnahme führte allerdings nicht zum gewünschten Erfolg.


Nach den bisherigen Erkenntnissen handelte es sich bei dem ausgetretenen Stoff um Gasöl, das unter anderem als Kraftstoff in der Schifffahrt verwendet wird.


Durch die Sonneneinstrahlung hatte sich ein Teil des Stoffes bereits verflüchtigt. Die verbliebenen Rückstände konnten deshalb mit dem eingesetzten Ölvlies nicht mehr aufgenommen werden.


Woher das Gasöl stammte und wie es in den Rhein-Herne-Kanal gelangte, war zunächst unklar.


Sieben Stunden im Einsatz – auch Feuerwehr Bottrop beteiligt


Insgesamt war die Feuerwehr Essen rund sieben Stunden mit den Maßnahmen beschäftigt. Eingesetzt waren unter anderem der Einsatzführungsdienst, ein Löschfahrzeug und ein Mehrzweckboot der Berufsfeuerwehr.


Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte durch das THW Essen, die Wasserschutzpolizei, das Umweltamt der Stadt Essen sowie die Feuerwehren Oberhausen und Bottrop.


Nachdem die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen abgeschlossen waren, konnte der Schiffsverkehr am frühen Dienstagabend wieder freigegeben werden.


Polizei ermittelt zur Ursache der Gewässerverunreinigung


Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache der Ölverschmutzung zu klären.


Insbesondere ist bislang offen, auf welchem Weg das Gasöl in den Rhein-Herne-Kanal gelangte und wer für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte.




©Text und Bilder: Feuerwehr Essen